Romanwerkstatt
Komposition
Do 14-16 Uhr
Dozent: Moritz Hildt
Ort: Wilhelmstraße 19, Raum 1.01
Beginn: 28.04.2022, c.t.
Maximale Teilnehmerzahl: 20
Schlüsselqualifikationsseminar: 3 ECTS-Punkte
Dem britischen Schriftsteller und Kunsthistoriker John Ruskin zufolge besteht Komposition im Wesentlichen darin, ungleiche Teile zusammenzufügen. Die Aufgabe der Künstlerin oder des Künstlers ist es also, zu entscheiden, was womit gleichwertig ist, und was in der Folge welchen Rang erhält.
Der Roman ist schlicht und komplex zugleich. Er ist schlicht, weil er zunächst nichts weiter ist als eine längere Erzählung. Und er ist komplex, weil gerade das nicht nur viel Gestaltungsspielraum mit sich bringt, sondern auch eine ganze Reihe spezieller Erfordernisse – von denen Beharrlichkeit und Durchhaltevermögen der Schreibenden nur zwei sind.
In der Romanwerkstatt werden wir uns den Roman in seiner ganzen Breite vornehmen: Vom ersten Satz über Plotentwicklung und kompositorische Fragen bis hin zum Thema Überarbeitung und dem Erstellen von Exposés. Zwischen Beispielen aus der Literaturgeschichte und selbstverfassten Texten wird es um Potentiale und Stolperfallen gehen, vor allem aber auch um den Genuss, den die Arbeit an einem Roman bedeuten kann.
In dem Kurs sind Studierende, die selbst an einem eigenen Romanprojekt arbeiten, ebenso willkommen wie Neugierige und Interessierte.
Sollte auch das Sommersemester wieder digital oder hybrid verlaufen, werden alle Texte – fremde wie diejenigen, die im Seminar entstehen – bei ILIAS und in einer gemeinsamen Ablage hochgeladen und können bei der Besprechung individuell aufgerufen werden. Die Anfangszeiten können im Falle von Präsenzseminaren variieren, um eine asynchrone Teilnahme an den digitalen Formaten zu ermöglichen und wegen eventueller Lüftungspausen.