Uni-Tübingen

Newsletter Uni Tübingen aktuell Nr. 1/2020: Forum


Neue Angebote zur Vereinbarkeit von Familie und Studium bzw. Beruf

Familienzimmer im Brechtbau wieder geöffnet

Im Brechtbau ist Anfang November das Familienzimmer wieder eröffnet worden. Zuvor wurde das in die Jahre gekommene Zimmer renoviert und neu eingerichtet. Es war das erste Familienzimmer an der Universität Tübingen und wurde vor über 30 Jahren eröffnet.

Familienzimmer bieten Eltern die Möglichkeit ihre Kinder, falls notwendig, mit an ihren Studien- oder Arbeitsort zu bringen. In Raum 142 im Brechtbau stehen ein Wickeltisch, eine rote Couch und kleine Stühle für die Kinder. Es gibt eine große Auswahl an Kinderbüchern und Spielzeug wie Duplo, Eisenbahnen und einen Spielzeugherd. 

Um den Raum nutzen zu dürfen, muss man zuvor einen Antrag bei der Gleichstellungsbeauftragten der Philosophischen Fakultät, Professorin Dr. Monika Schrimpf, stellen. Sobald dieser genehmigt wurde, kann man das Zimmer jederzeit als Rückzugsort nutzen. Gabi Efferenn vom Familienbüro der Universität betont jedoch, dass die Aufsichtspflicht der Eltern bestehen bleibt, die Eltern können ihr Kind nicht unbeaufsichtigt im Raum lassen. Die Universität Tübingen hat noch ein weiteres Familienzimmer auf der Morgenstelle sowie ein Familienarbeitszimmer im Ammerbau der Universitätsbibliothek. 

Neues Kinderbetreuungszimmer: Auch im Theologicum kann jetzt gespielt werden

Auch im Theologicum, Sitz der Evangelisch-Theologischen und der Katholisch-Theologischen Fakultät, wurde vor kurzem ein Kinderbetreuungszimmer eröffnet. Das Kinderbetreuungszimmer wurde von den Gleichstellungskommissionen der beiden theologischen Fakultäten gemeinsam angeregt. 

Die Gleichstellungsbeauftragte der Universität, Professorin Dr. Ruth Scoralick, dankte bei der Einweihung des Zimmers den Fakultäten für das Engagement. Dass nun einmal mehr in einem der Altbauten eine Rückzugsmöglichkeit für Studierende und ihre Kinder geschaffen wurde, solle zu gleichem Engagement überall dort in der Universität anregen, wo Neubauten geplant werden. Sie wünschte dem neuen Kinderbetreuungszimmer eine gute Auslastung sowie den Eltern und Kindern gute Zeiten in diesem Zimmer.

Für ihr Engagement für eine bessere Vereinbarkeit von Studium, Beruf und Familie ist die Universität seit 2014 beim „audit familiengerechte hochschule“ zertifiziert.


Kompetenzzentrum für Nachhaltige Entwicklung erneut von der UNESCO ausgezeichnet

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die Deutsche UNESCO-Kommission haben im November gemeinsam 100 vorbildliche Bildungsinitiativen aus ganz Deutschland ausgezeichnet. 55 Lernorte, 36 Netzwerke und neun Kommunen zeigen beispielhaft, wie Nachhaltigkeit systematisch in der deutschen Bildungslandschaft verankert werden kann. Zu den ausgezeichneten Lernorten gehört auch das Kompetenzzentrum für Nachhaltige Entwicklung (KNE) der Universität Tübingen, es ist die zweite Auszeichnung für das Kompetenzzentrum nach 2016.

Schon 2016 hatte sich das KNE erfolgreich als Lernort beworben. Eine Bestätigung dieser Auszeichnung 2019 ist als Beleg dafür zu verstehen, dass gute Fortschritte bei der weiteren Implementierung von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) an der Universität Tübingen erzielt wurden. Die Jury urteilte dazu: „Die Universität Tübingen hat sich in ihrem Leitbild der Maxime einer nachhaltigen Entwicklung verpflichtet. Insbesondere Studierende spielen bei der Verankerung von Bildung für nachhaltige Entwicklung eine große Rolle: Sie gestalten unter anderem die Ausrichtung der Universität am Leitbild aktiv mit und initiieren Projekte mit BNE-Bezug. Der eingerichtete Beirat für Nachhaltige Entwicklung prüft darüber hinaus Umsetzungsmaßnahmen und entwickelt langfristige Visionen. Die Jury hebt die vorbildhafte Beteiligung aller universitärer Gruppen hervor, die gewährleistet, dass unterschiedliche Perspektiven in Evaluation und Ausrichtung einbezogen werden.“

Das KNE vertritt den Ansatz, BNE in der gesamten Universität in die Praxis umzusetzen, von der Lehre über die Forschung bis hin zum Betrieb und der Governance sowie dem Transfer. So gibt es im Bereich Lehre den bundesweit als Vorbild dienenden, vor 10 Jahren von Studierenden initiierten, fächerübergreifenden Zertifikatsstudiengang „Studium Oecologicum“ sowie verschiedene Grundlagenveranstaltungen für Lehramtsstudierende. Im Bereich Forschung gibt es sowohl kleine als auch größere Projekte, die sich mit bestimmten Themenfeldern von Nachhaltiger Entwicklung auseinandersetzen. Im Bereich Betrieb sind die Abfallbeauftragte, der Energiemanager und die Umweltkoordinatorin, die auch die EMAS-Berichterstattung übernimmt, fester Teil der Bestrebungen für eine nachhaltige Universität. 

Als Teil der neuen Exzellenzstrategie wird das KNE nun dauerhaft an der Universität Tübingen eingerichtet.

Homepage Kompetenzzentrum für Nachhaltige Entwicklung