Als stellvertretende Leiterin und Kuratorin am Stadtmuseum Tübingen plant Evamarie Blattner Ausstellungen zu Themen, die in Verbindung mit der Stadtgeschichte stehen. In den vergangenen Jahren leitete sie Projekte zu kolonialen und postkolonialen Orten in Tübingen, zur Auswanderung schwäbischer Familien in den Kaukasus oder zum queeren Tübingen, deren Ergebnisse in Räume der neuen Dauerausstellung oder in Sonderausstellungen gezeigt werden. Begleitend zu den Präsentationen führt sie zahlreiche Veranstaltungen zu musealen Themen durch. Außerdem ist verantwortlich für den Nachlass der Scherenschnittkünstlerin und Filmpionieren Lotte Reiniger: das betrifft u.a. Organisation von Ausstellungen, Publikationen, Vorträge. Zusätzlich hat sie Lehraufträge an der Hochschule Reutlingen, der Hochschule für Kunsttherapie Nürtingen, der Universität Tübingen durchgeführt.
Dr. phil Simon Frisch, Inhaber der Dozentur für Film-und Medienwissenschaft an der Bauhaus-Universität Weimar. Mit-Hg. der Onlinezeitschrift Rabbit Eye – Zeitschrift für Filmforschung, Hgg. S. Frisch, Elisabeth Fritz, Rita Rieger: Spektakel als ästhetische Kategorie, Paderborn 2018; »The Aesthetics of Flow and Cut in the Way of Film: Towards Transnational Transfer of East Asian Concepts of Western Film Theory.« in: Arts 2019, 8 (3), 119 (online). Forschungsschwerpunkte: Ästhetik (insbes. Filmästhetik), Filmtheorie, transkulturelle Philosophie und Ästhetik mit Schwerpunkt Ostasien, Spaziergangswissenschaft und Spaziergang als Praxis in der Theorie.
Anja Lichtl hat vor ihrem Studium an der HMDK Stuttgart einen Bachelor in Sprachwissenschaft und Kunstgeschichte an der Universität Regensburg gemacht. Bewegt von jahrelanger Theater- und Musicalerfahrung fand sie ihren Weg zur Sprechkunst. Das Studium inspiriert sie immer wieder dazu, als Unterrichtende das Wissen und die Leidenschaft zum Fach weiterzugeben. Besonders wichtig in ihrer Arbeit ist die körperliche Anbindung von Gedanken und Stimme.
Emilia Numidia Bouharras studiert seit 2023 Sprechkunst und Sprecherziehung an der HMDK Stuttgart. Schon in ihrer Kindheit bewegte sie sich auf diversen Bühnen und zeigt sich heute zusätzlich vor der Kamera und hinter dem Mikrofon. In ihrer künstlerischen Arbeit beschäftigt sie sich mit der Ausdruckskraft von Stimme und Sprache sowie deren Wirkung im performativen und pädagogischen Kontext. Bei verschiedenen Projekten und Formaten verbindet sie ihre Interessen und zeigt dadurch ihr wandelbares Wesen.
Jelis Hoedtke studiert seit 2023 Sprechkunst und Sprecherziehung an der HMDK Stuttgart. Zuvor absolvierte sie in Münster einen Bachelor in Kommunikationswissenschaft und konnte als Radioreporterin erste Erfahrungen im Mikrofonsprechen sammeln. Sie steht als Sprecherin auf der Bühne und im Tonstudio und gibt Sprechtrainings zu Körper, Atem, Stimme, Artikulation und Ausdruck. Da sie selbst gern kreativ schreibt, freut sie sich besonders auf die Zusammenarbeit mit Schriftsteller:innen.
Pauline Ferber studiert Sprechkunst und Sprecherziehung an der HMDK Stuttgart. Neben ihrer künstlerischen Tätigkeit als Sprecherin und Performerin auf der Bühne und vor dem Mikrofon leitet sie Workshops zu Stimme, Sprache und Präsenz. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit steht die Frage, wie Texte, Gedanken und Persönlichkeiten durch die Stimme Ausdruck und Wirkung entfalten können.
Daniela Seel, geboren 1974 in Frankfurt/M., lebt als Autorin, Übersetzerin und Verlegerin von kookbooks, das sie 2003 gemeinsam mit dem Buchgestalter Andreas Töpfer gründete, in Berlin. Zudem arbeitet sie u.a. als freie Lektorin, kuratiert und moderiert Literaturveranstaltungen und unterrichtet. Ihr vierter Gedichtband „Nach Eden“ erschien 2024 bei Suhrkamp. 2016 gab sie gemeinsam mit Anja Bayer die wegweisende Anthologie „all dies hier, Majestät, ist deins. Lyrik im Anthropozän“, kookbooks und Deutsches Museum München, heraus. 2022 verantwortete sie „Lämmchens Biscuit“, eine Auswahl aus Friederike Mayröckers Spätwerk, bei der Büchergilde Gutenberg. In Übersetzung erschienen zuletzt u.a. „Das Buch der Vögel“ von Robert Macfarlane und Jackie Morris, Ullstein 2026, „Call Us What We Carry ‒ Was wir mit uns tragen“ von Amanda Gorman (gemeinsam mit Marion Kraft), Hoffmann und Campe 2022, „Unertrunken. Was ich als Schwarze Feministin von Meeressäugetieren lernte“ von Alexis Pauline Gumbs, AKI Verlag 2022, und „Die Unsterblichen“ von Anne Boyer, Matthes & Seitz Berlin 2021. Für ihre Arbeiten wurde Daniela Seel vielfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Kleist-Preis 2025, dem Alfred-Kolleritsch-Würdigungspreis 2024 und dem Heimrad-Bäcker-Preis 2023. Daniela Seel ist Mitglied im PEN Berlin.
Hannah Burckhardt, geboren 1999 und aufgewachsen bei Nagold, studiert in Tübingen im Master Empirische Kulturwissenschaft. Im Bachelor hat sie Empirische Kulturwissenschaft und Philosophie studiert.
Tonia Krupinski, geboren 1999 in Magdeburg, studierte Allgemeine Rhetorik und Germanistik in Tübingen. 2019 nahm Tonia erstmals an einem Poetry Slam teil und performt seitdem erfolgreich auf Bühnen im gesamten deutschsprachigen Raum – Spoken Word ist für sie Beruf(ung) geworden. Sie lebt und wirkt in Tübingen, arbeitet dort als Kulturvermittlerin, Moderatorin, Spoken-Word-Artist und Workshopleiterin. Tonia unterrichtet Kreatives Schreiben, Performanz sowie Deutsch als Fremdsprache und schreibt meist Lyrik oder Kurzprosa.
Birgit Kreipe, geboren in Hildesheim, studierte Psychologie und Neuere deutsche Literatur. Neben ihrer klinischen Ausbildung begann sie, Gedichte und Kurzprosa zu publizieren. Sie lebt und arbeitet als Lyrikerin und Psychotherapeutin in Berlin.
Ihre Gedichte arbeiten oft mit psychoanalytischen oder kunstgeschichtlichen Motiven. Zur Zeit beschäftigt sie sich mit dem Formen des Selbsterlebens und der Individuation vor dem Hintergrund multipler Krisen und Veränderungen, im steten Wandel von inneren Orientierungspunkten und Umweltbezügen.
2012 erschien ihr Gedichtband „schönheitsfarm“ im Verlagshaus Berlin. Es folgten SOMA (kookbooks 2016) und „aire. Gedichte“ (kookbooks 2021). Ihre Gedichte wurden in mehrere Sprachen übersetzt und mehrfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Casa Baldi-Stipendium der Deutschen Akademie Rom Villa Massimo (2022), dem Literaturpreis der A & A Kulturstiftung (2022) und einem Stipendium der Villa Aurora, Los Angeles (2025).
Laura Aniela Bon studierte Internationale Literaturen und Biologie an der Universität Tübingen und untersucht aus literaturwissenschaftlicher Perspektive die Schnittstelle von Lyrik, Linguistik und kreativem/ literarischem Schreiben. Von 2017-2021 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am interdisziplinären SFB 833 "Bedeutungskonstitution: Dynamik und Adaptivität sprachlicher Strukturen". Von 2022-2023 hat sie am Deutschen Seminar der Universität Tübingen das StudiForum Linguistik konzipiert und umgesetzt sowie Aufgaben in der interdisziplinären Lehre übernommen. Von 2023- 2024 arbeitete sie für das Internationale Zentrum für Ethik in den Wissenschaften der Universität Tübingen. Seit 2024 ist sie als Bildungsreferentin zum Thema “Nachhaltigkeit und Kreativität” aktiv, z.B. für den Ernährungsrat Region Tübingen- Rottenburg e.V.
Heike Gfrereishat zwischen 2001 und 2021 die Museumsabteilung im Deutschen Literaturarchiv Marbach geleitet und zahlreiche Wechsel- und Dauerausstellungen im Bereich der Literatur kuratiert. Von ihr stammt das Gründungskonzept für das 2006 eröffnete Literaturmuseum der Moderne sowie die Konzepte zur Neugestaltung des Schiller-Nationalmuseums 2009 und zur Neuausrichtung des Marbacher Museumsprogramms 2019. Seit 2013 ist sie Honorarprofessorin der Universität Stuttgart, seit 2022 Referentin der neuen Stabsstelle »Literatur im öffentlichen Raum« am Deutschen Literaturarchiv Marbach. Aktuell arbeitet sie an einer Studie über ästhetische Erfahrungen und Grenzen in Literaturarchiven und -ausstellungen.
Nina Lenz, geboren 1993 in Mühlacker, studierte in Tübingen Germanistik und Literatur- und Kulturtheorie, sowie am Studio Literatur und Theater.
Sie lebt in Tübingen und schreibt Lyrik und Prosa, organisiert Lesungen und Schreibworkshops.
Zuletzt veröffentlichte sie unter anderem in den Zeitschriften Sinn und Form, Literarische Blätter, Open Sewers und manuskripte und war Finalistin beim Hans-Meinke-Preis 2023.
Carolin Callies, geboren 1980 in Mannheim, lebt in Ladenburg bei Heidelberg. Seit ihrer Ausbildung zur Verlagsbuchhändlerin im Suhrkamp Verlag und dem Studium der Germanistik und Medienwissenschaften in Mannheim im Literaturbetrieb tätig. Zuletzt erschienen ihre beiden Gedichtbände schatullen & bredouillen und teilchenzoo im Verlag Schöffling & Co. Auszeichnungen: Gerlinger Lyrikpreis 2020 der Petra Schmidt-Hieber Literaturstiftung,Thaddäus-Troll-Preis 2015. Als Literaturvermittlerin organisiert sie die Ladenburger Literaturtage vielerorts, die Bühne Die Unabhängigen für die Kurt Wolf Stiftung auf der Buchmesse Leipzig und moderiert den Podcast Kapriolen für das Literaturhaus Stuttgart.
Volker Quandt wurde in Lund/Schweden geboren. Er ist Tübinger Theatersport-Leiter im LTT und leitet das Harlekin Theater. Er ist Regisseur von über 60 Inszenierungen in Deutschland, Schweden, Dänemark, Brasilien, Japan, Chile, Ghana. Dramatiker (Theaterstücke und Hörspiele), Dramaturg, Übersetzer von Theaterstücken und Verleger. Seit 2000 Gastdozent in Sachen Improvisationstheater an der Theaterhochschule Zürich.
Stefan Tigges (Dr. phil.) lehrt und forscht an den Schnittstellen von theoretischer und künstlerischer Ausbildungspraxis bzw. Schauspiel und Bühnen-/Kostümbild sowie Dramaturgie, u.a. an der Akademie der Künste Berlin, der Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg/Akademie der Bildenden Künste Stuttgart sowie an der Kunst Universität Graz, wo er sich 2020 ebenso habilitierte. Nach einer Zusammenarbeit mit Johan Simons an Alfred Jarrys „Ubu“ (Thalia Theater Hamburg 02/2025) arbeitet er aktuell mit Jens Harzer an einem gemeinsamen Buch.
Letzte Monografie: Jürgen Gosch/Johannes Schütz. Theater, Transcript Verlag, Bielefeld 2021
Ausgezeichnete Gastdozent*innen ergänzen die fixen Seminare des Studios. Die Arbeit mit Schriftsteller-, Verleger-, Journalist-, Dramatiker- oder Lektor*innen bietet vielfältige Möglichkeiten der Horizonterweiterung und spannende Einblicke in den literarischen Betrieb der Gegenwart.