Uni-Tübingen

Kristina Seizinger, M.A.

Kollegiatin

Anschrift BüroUniversität Tübingen
Graduiertenkolleg 1662 „Religiöses Wissen“
Liebermeisterstraße 12
72076 Tübingen
E-Mail

kristina.seizingerspam prevention@gmail.com

Akademischer Werdegang

10/2006-06/2013

Studium der Ur- und Frühgeschichte und Archäologie des Mittelalters, der Mittelalterlichen Geschichte und der Klassischen Archäologie (M.A.)

Eberhard-Karls-Universität Tübingen

11/2012 Magisterarbeit: „Grabdenkmäler und Epitaphien – Konfessionalisierung in Südwestdeutschland“
09/2013

Konferenz: „The righteous shall be in everlasting remembrance“: Remembering the dead in the 16th century (Utstein, Norwegen)

Vortrag: „Confessionalisation in Southwest Germany: A comparison of funerary monuments in catholic and protestant areas“ (Tagungsband in Vorbereitung)

11/2013 - Heute

Promotionsstudium, Eberhard-Karls-Universität Tübingen

Dissertationsprojekt: „Grabdenkmäler als Bekenntnisträger? Süddeutsche Grabdenkmäler im konfessionellen Vergleich“
04/2014-05/2017 Kollegiatin des Graduiertenkollegs 1662: „Religiöses Wissen im Vormodernen Europa (800-1800)
10/2006-06/2013 Studium der Ur- und Frühgeschichte und Archäologie des Mittelalters
Mittelalterlichen Geschichte und Klassischen Archäologie
Eberhard-Karls-Universität Tübingen
Abschluss: Magister Artium
Schwerpunkte: Archäologie des Mittelalters und der Frühen Neuzeit, Sepulkralkultur, südwestdeutsche Landesgeschichte

Wissenschaftliche Vorträge

09/2013

Konferenz: The righteous shall be in everlasting remembrance. Remembering the dead in the 16th century Utstein, Norwegen (12.-14.09.2013)

“Confessionalisation in Southwest Germany: A comparison of Funerary Monuments in Catholic and Protestant Areas”

Publikation in Vorbereitung

07/2015

Konferenz: Religiöses Wissen an Diskursgrenzen: Verschränkungen – Grenzen – Produktive Konkurrenzen

Oxford, England (27.07-01.08.2015)

„Zwischen Bekenntnis und Repräsentation. Funktion und Funktionswandel des frühneuzeitlichen Grabdenkmals“
01/2016

Vortrag am Institut für Historische Landesforschung der Georg-August-Universität Göttingen

Göttingen, Deutschland (13.01.2016)

„Das Grabdenkmal als konfessioneller Bekenntnisträger?“

01/2016

Konferenz: Lutheran Confessional Cultures in Early Modern Germany and Scandinavia

Aarhus, Dänemark (21.-22.01.2016)

“Funerary monuments – a confessional medium? Composition and Function of Lutheran Funerary Monuments in Southwest Germany”

Publikation in Vorbereitung
02/2016

Konferenz: Medieval tombs and their spatial contexts. Strategies of Commemoration in Christianity and Islam

Tübingen, Deutschland (18.-20.02.2016)

“Wer erhielt ein Denkmal in der Kirche? Visualisierungsstrategien des frühneuzeitlichen Grabdenkmals"

Berufliche Stationen

2007-2010

Teilnahme an Ausgrabungen in Deutschland (u.a. Kloster Bebenhausen, Heuneburg)

11-12/2009 studentische Hilfskraft, Große Landesausstellung 2009 „Eiszeit, Kunst und Kultur“ in Stuttgart
2009-2011 Praktika im Urgeschichtlichen Museum in Blaubeuren und im Universitätsarchiv Tübingen
04/2014-05/2017 Wissenschaftliche Angestellte, Eberhard-Karls-Universität Tübingen
09/2013-03/2014 wissenschaftliche Hilfskraft, Institut für Experimentelle chirurgische Endoskopie, Eberhard-Karls-Universität Tübingen
07/2007-03/2011 Grabungshelfer (u. a. Heuneburg, Kloster Bebenhausen), Praktika im Urgeschichtlichen Museum Blaubeuren und Universitätsarchiv Tübingen
11-12/2009 Studentische Hilfskraft, Große Landesausstellung 2009 „Eiszeit, Kunst und Kultur“, Stuttgart

Grabdenkmäler als Bekenntnisträger? Süddeutsche Grabdenkmäler im konfessionellen Vergleich

Der Wandel der Memorialkultur infolge der Reformation war mehrfach Gegenstand von Untersuchungen. Während jedoch Grabdenkmäler — meist innerhalb der protestantischen Konfession — vielfach Gegenstand von kunsthistorischen und historischen Publikationen waren, liegen konfessionsübergreifende Untersuchungen von Teilaspekten nur vereinzelt vor (vgl. z.B. Balbach 2014). Eine vergleichende Untersuchung der Bildinhalte und Grabinschriften in einem größeren geografischen Kontext fehlt bislang völlig.

Von zentraler Bedeutung für das Projekt ist die Frage, ob und inwiefern sich der theologische und liturgische Wandel in nachreformatorischer Zeit auf die Gestaltung (Ikonographie und Epigraphik) und die Funktion der Grabdenkmäler auswirkte und ob sich eine Konfessionalisierung anhand von Grabdenkmälern belegen lässt. Es soll daher untersucht werden, ob Grabdenkmäler als Überlieferungsträger religiösen Wissens fungierten, d.h., ob sie bewusst für die Darstellung persönlicher Glaubensvorstellungen und der Vermittlung konfessionsspezifischer Botschaften genutzt wurden. Kann tatsächlich von einer „Reformation der Memoria“ [Zerbe 2013] gesprochen werden und inwieweit zeichnet sich eine konfessionsübergreifende Kontinuität spätmittelalterlicher Traditionen ab?

Für die Untersuchung sollen spätmittelalterliche und frühneuzeitliche Grabdenkmäler (1450-1650) aus vier süddeutschen Territorien herangezogen werden (Baden-Baden, Württemberg, Hohenlohe, Bayern). Der Begriff des Grabdenkmals soll im Rahmen des Dissertationsprojekts bewusst weit verstanden werden und schließt verschiedene Objektgattungen ein, denen eine Memorialfunktion zukommt. Anders als in vielen grundlegenden Untersuchungen der letzten Jahre sollen sowohl Denkmäler des Adels, als auch des Klerus und des Bürgertums berücksichtigt werden. Für eine bessere Vergleichbarkeit sollen die Ergebnisse der Untersuchung statistisch erfasst werden. Im Fokus des geplanten Projekts steht die Untersuchung einer Vielzahl von Gestaltungselementen, die einen direkten Bezug zur Heiligen Schrift herstellen (Bibelzitate, biblische Szenen, Segensformeln und Attribute).